Kandidierende bei der aoMV

Rund um unsere Fußballgöttinnen und die TeBe-Fanszene

Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon TBAF-Vorstand » 20.01.19 20:21

Am vergangenen Donnerstag hatte TBAF alle Kandidierenden zu einer offenen Vorstellungsrunde ins Casino Mommsenstadion eingeladen. Unserer Bitte um Veröffentlichung der Einladung auf den Kanälen des Vereins war dieser leider nicht nachgekommen. Es freut uns, dass sich dennoch sechs Borussinnen und Borussen gemeldet haben, die sich um Ämter im Ältesten- und Aufsichtsrat bewerben werden. Fünf der Bewerberinnen und Bewerber konnten unserer Einladung ins Casino folgen und stellten sich dort den Fragen von rund vierzig Anwesenden. Allen, die am Donnerstag nicht dabei sein konnten, möchten wir die Kandierenden im Folgenden kurz vorstellen:

  • GÜNTER BROMBOSCH ist seit mehr als dreißig Jahren als Dozent an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht tätig. Noch länger aber ist er schon Tennis Borussia verbunden. Bereits Mitte der Sechziger Jahre trug er als Jugendspieler selbst das Veilchentrikot, bevor es ihn einige Jahre später zum SC Siemensstadt verschlug. Beim damals größten Berliner Breitensportverein trainierte der A-Lizenz-Inhaber u.a. den späteren Nationalspieler Carsten Ramelow und war als Vorstandsmitglied maßgeblich am Aufbau des „Sport Centrum Siemensstadt“, der mit jährlich über 70.000 BesucherInnen größten Freizeitsport-Anlage Berlins, beteiligt. Als Fan und regelmäßiger Gast im Mommse hat er TeBe dabei jedoch nie aus den Augen verloren. Die jüngsten Konflikte im Verein hat Günter als Außenstehender verfolgt und möchte seine Aufgaben im Aufsichtsrat deshalb möglichst unvoreingenommen angehen. Als gewähltes Gremienmitglied sähe er sich aber zuallererst den Interessen der Mitglieder verpflichtet, die für ihn in der deutlich festgelegten Hierarchie des Vereins an oberster Stelle stehen. Aufgrund seines schon von Berufs wegen ausgeprägten Rechtsverständnisses legt er zudem großen Wert auf satzungsgemäßes Agieren. Die Ausübung der Kontrollfunktion des Aufsichtsrates dürfe „nichts sein, was zwischen Tür und Angel erledigt“ werde, so Günter.

  • Rund vierzig Jahre später als Günter, aber ebenfalls als Aktive, kam CHANTAL HOPPE zum Jahresbeginn 2008 vom Adlershofer BC zu TeBe. Bereits in der darauffolgenden Spielzeit 2008/09 gelang Chantal mit den Veilchenladies der Eierkuchen in die 1. Bundesliga. Nachdem sie ihre aktive Laufbahn 2011 aus gesundheitlichen Gründen beenden musste, folgte bekanntermaßen ein Jahr später auch das vorläufige Ende der über 40-jährigen Ära des Frauen- und Mädchenfußballs bei Tennis Borussia. Allein Chantal war es anschließend zu verdanken, dass schon bald wieder Eichkampgirls in bis zu vier Altersklassen gegen den Ball traten. Das erneute Ende des TeBe-Mädchenfußballs nach ihren Ausscheiden als Abteilungsleiterin im Sommer 2017 dürfte allen Lila-Weißen noch ebenso im Gedächtnis sein, wie die zugrundeliegenden Ursachen. Chantal stieg unterdessen in ihrer ersten Saison als Trainerin der B-Juniorinnen von Erna 03 Zehlendorf auf Anhieb in die Bundesliga auf und schreibt zurzeit an ihrer Masterarbeit in Sportmanagement. Dass sie „von diesem Verein einfach nicht loskomme“ – gemeint ist hier natürlich TeBe – sei wohl einer der Gründe für ihre Aufsichtsratskandidatur, so Chantal. Mit Fokus auf den Nachwuchsbereich möchte sie durch ihre Expertise aber auch dem Vorstand unterstützend zur Seite stehen und die Weichen dafür stellen, dass bei TeBe irgendwann wieder Frauen- und Mädchenfußball gespielt wird. Dazu sei es vor allem nötig, wieder Vertrauen in den Verein zu schaffen.

  • LEANDER GÜNSBERG fand in der Regionalligasaison 2009/10 zu TeBe. Noch im Jahr 2010 wurde er Mitglied und begann, sich ehrenamtlich für den Verein zu engagieren. Er unterstützte den Vorstand u.a. bei der Mitgliederverwaltung und war darüber hinaus schon früh Teil des Online-Teams, das damals für die digitale Kommunikation und insbesondere den Aufbau der Social-Media-Kanäle des Vereins verantwortlich war. Daran anschließend wurde Leander im Frühjahr 2015 in den Vorstand berufen, wo neben verschiedenen Aufgaben des Tagesgeschäfts vor allem die Öffentlichkeitsarbeit unter seine Verantwortung fiel. Nach zwei Jahren trat er im Frühjahr 2017 als Vorstandsmitglied von Tennis Borussia zurück. Seitdem verfolgt Leander die Entwicklung des Vereins mit großer Sorge: „Insbesondere die Entwicklung der vergangenen Wochen haben mir gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Zusammenspiel der Gremien eines Vereins zur Wahrung der Interessen all seiner Mitglieder ist. Hier gibt es in jüngster Zeit leider erhebliche Defizite, die den Fortbestand unseres Vereins gefährden.“ Nach knapp zweijähriger Auszeit kandidiert Leander nun für einen Platz im Aufsichtsrat und erklärt zu seiner Kandidatur: „Aufgabe des Aufsichtsrates ist selbstverständlich eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Vorstand, gleichzeitig aber auch eine kritische Kontrolle der Vereinsführung im Sinne der Vereinsmitglieder.“ Durch jahrelange ehrenamtliche Mitarbeit im Verein und nicht zuletzt die beiden Jahre im Vorstand bringe er das notwendige Hintergrundwissen und Rüstzeug mit, um sich dieser Aufgabe zu stellen. Während unserer Vorstellungsrunde stellte Leander aber auch klar: „In den Gremien bedarf es dafür einer Konstellation von Personen, die nicht immer automatisch einer Meinung sind.“ Ihm sei dabei wichtig, „dass nicht in Fraktionen gegeneinander gearbeitet wird und nicht das Gefühl eines ›Wir gegen Crunch Fit‹ entsteht.“ TeBe dürfe aber auch nicht zu einer One-Man-Show werden. Das Vertrauen vieler Mitglieder und verlorengegangener Förderer und Sponsoren müsse dafür zurückgewonnen und der Verein wieder auf breitere Beine gestellt werden. Leander ist 41 Jahre alt, hat nach einer kaufmännischen Ausbildung im IT-Bereich Kommunikationswissenschaften studiert und ist angestellter IT-Berater für Unternehmensnetzwerke.

  • MICHAEL SCHOLICH ist Diplom-Verwaltungswirt (FH) und Master of Public Administration und zurzeit als Fortbildungsreferent an der Verwaltungsakademie des Landes Berlin tätig. Die Geschicke seiner Borussia verfolgt er schon lange und ist spätestens seit der Saison 1997/98 glühender Fan und regelmäßiger Stadionbesucher. Nachdem Micha 2004 in den Verein eintrat, übernahm er schon bald ehrenamtlich Tätigkeiten in der Geschäftsstelle und kümmerte sich dort beispielsweise die Mitgliederbetreuung. 2009 wurde er Fanbeauftragter von TeBe und übte diese Tätigkeit aus, bis er im Mai 2015 in den Vorstand des Vereins wechselte. Dort war er bis zum April 2018 zuständig für das Ressort Finanzen und ist dadurch mit den Spielregeln der Vereinsarbeit bereits gut vertraut. Micha ist es deshalb ein Anliegen, „dass Vereinsstrukturen gelebt und geachtet werden und TeBe ein Ort bleibt, an dem alle gerne zu Hause sind“. Trotz der langwierigen strukturellen Differenzen in den vergangenen Monaten will Micha als Bindeglied zwischen Mitgliedschaft und operativer Vereinsführung fungieren. Darüber hinaus möchte er dazu beitragen, die Förderung des Juniorinnen- und Junioren-Fußballs wieder stärker in den Fokus des Vereis zu rücken und TeBe als Ausbildungsverein erfolgreich und nachhaltig in Erscheinung treten zu lassen. Wenngleich Micha das bisherige finanzielle Engagement durch Crunch Fit in hohem Maße anerkenne, sei ihm zudem aber wichtig, den Verein künftig wieder auf einer breiteren Sponsorenbasis aufgestellt zu sehen.

  • Seine Kandidatur um einen Platz im Aufsichtsrat hat auch STEFFEN LEMBKE angekündigt, der sich für unsere Vorstellungsrunde leider aus terminlichen Gründen entschuldigen musste. Vielen Lila-Weißen dürfte er als langjähriges und besonders rühriges Mitglied der TeBe-Sponsoring-AG aber ohnehin gut bekannt sein. Alle anderen werden im Rahmen der Mitgliederversammlung noch ausreichend Gelegenheit haben, mehr zu Steffens Person und seinen Beweggründen zur Kandidatur zu erfahren.

  • Für den Ältestenrat, in den am 30. Januar zwei Mitglieder nachzuwählen sein werden, kandidiert DIETMAR KLINGNER. Dietmar lebt in der Lutherstadt Wittenberg und kam 2007 beim dortigen Hallenturnier erstmals mit TeBe in Kontakt. Die friedfertige Art des mitgereisten Tennis-Anhangs machte ihm den Verein auf Anhieb sympathisch und ihn selbst noch im selben Jahr zum Mitglied unseres Vereins. Den meisten Lila-Weißen dürfte er als Wirtschaftsclub-Mitglied und Eigentümer der Ostsee-Ferienwohnungen „Lütte Stuv“ bekannt sein. An der Ostsee organisierte und finanzierte er mit einem Geschäftspartner bereits zwei Wochenend-Trainingslager für die 1. Herren von TeBe. Nach der Insolvenz 2010 war er zudem einer der Bürgen, die die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs sicherten, und engagierte sich wie auch Micha und Steffen ehrenamtlich in der Sponsoring-AG. Für seine Aufgaben im Ältestenrat, die er vor allem in der Vermittlung zwischen den Gremien und der Mitgliedschaft sieht, bringe er die nötige Distanz mit und hege keinerlei persönliche Befindlichkeiten gegenüber Einzelnen. Der sportliche Erfolg sei auch ihm „zweifelsohne wichtig“, so Dietmar, „jedoch nur von Wert, wenn der Verein und seine Mitglieder mitgenommen werden“.

Die TeBe-Geschäftsstelle bestätigte uns auf Nachfrage, dass ihr bereits weitere Kandidaturen vorliegen. Die Namen aller Kandidierenden müssen dort laut Satzung eine Woche vor der Mitgliederversammlung zur Einsicht ausliegen.
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon QBA » 20.01.19 20:47

Danke für die umfangreiche Kandidatenvorstellung.
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon eintracht » 20.01.19 21:40

Danke für die Kandidaturen:
erwarte, dass zumindest die mir bekannten Menschen hinreichend Herzblut & Qualität zum Wohle von einem wieder kontrollierten TeBe einbringen würden; zudem liest sich das auch insgesamt erfreulich ausgewogen vereinsbezogen.
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon jensolito » 20.01.19 21:42

Danke. Hört sich gut an.
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon Rabauke » 20.01.19 23:48

Tolle Bewerber*innen! Danke für die Vorstellungen.
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon Lütte » 21.01.19 03:15

Top-Kandidaten. Danke für eure Bereitschaft!
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon Mika » 21.01.19 12:00

Danke! Mir hat auch die Veranstaltung und die Fragerunde gut gefallen. Danke für das Organisieren!
Hoffe, dass die anderen Kandidat*innen hier auch vorgestellt werden!
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon El_Molle » 22.01.19 10:04

Ein sehr schönes Tableau mit viel Tenniserfahrung!
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon LilaWeiß-Hameln » 22.01.19 12:56

Respekt, alles vernünftige und vertrauenswürdige Kandidaten. Die Alternative ist da.
Kann hinterher niemand sagen: "Oh, das habe ich aber nicht gewollt."
Viel Erfolg.
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Re: Kandidierende bei der aoMV

Beitragvon TBAF-Vorstand » 23.01.19 16:57

Zur Kenntnis:

Beim Besuch in der Geschäftsstelle teilte Mitarbeiter Beese einem Mitglied heute mit, dass auf Anweisung des Vorstands noch keine Anträge und Kandidaturen ausliegen. Dies sei mit den offiziellen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle (Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr) zu begründen. Der dazustoßende Geschäftsführer Voigt wies die gleiche Frage mit den Worten „Dafür habe ich jetzt keine Zeit.“ ab und verschloss die Tür der Geschäftsstelle anschließend von innen.

Laut TeBe-Satzung sind die Kandidierendenvorschläge vom Vorstand spätestens eine Woche vor der Versammlung in der Geschäftsstelle auszulegen. Sich aus Anträgen ergebende Änderungen der Tagesordnung wären den stimmberechtigten Mitgliedern spätestens eine Woche vor der Versammlung schriftlich oder durch Auslegung In der Geschäftsstelle mitzuteilen.
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