[Abgetrennt] Aktuelle Umbesetzung des Vorstands/antidiskriminatorische Grundhaltung des Klubs

Rund um unsere Fußballheldys und die TeBe-Fanszene
neururer
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von neururer »

pusztapunk hat geschrieben: 11.08.26 14:45
Bart hat geschrieben: 11.08.26 12:24 https://www.tebe.de/beitraege/puria-ahm ... stand-aus/

Die nächste Person die geht.....wir haben echt einen hohen Durchlauf im Vorstand und auch so im Verein. Nicht schön :(
Derartige Kommunikation nach Außen kann man wirklich unterlassen. Das ist (mit Sicherheit nicht gewollter) Clickbait.
Doch, ich glaube das ist genau so gewollt und es ist. Nicht schön :(
Der Peter, der Peter, erst kommt er und dann geht er..
Hans
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Hans »

pusztapunk hat geschrieben: 11.08.26 14:43
denharrow hat geschrieben: 11.08.26 14:17 Richtig.

Gemeinsam den Verein stärken, Streit und Polarisierungen vermeiden, nach außen einig auftreten.

Um einige Sponsoren und Zuschauer nicht zu verschrecken, würde ich mich deshalb darüber freuen, wenn zukünftig unkommentierte Fotos, die heftigere Kontroversen auslösen können, nicht ins Netz gestellt werden.

So haben sich einige TeBe Fans (auch ich) doch sehr über das Bild vor dem Stand mit den Israel Fahnen geärgert.

Warum?

Weil die Mitglieder, Anhänger und Spieler diesbezüglich doch sehr unterschiedliche Meinungen haben dürften, was die dortige rechtsextremistische Regierung angeht.

Wenn der Vorstand dann dort so posiert, wie er es getan hat, weiß der Betrachter nicht, wie genau er das einzuschätzen hat.

Was wird unterstützt?

Der Staat, die Regierung, die Opposition, die Menschen dort, was ist mit den Palästinensern?

Paßt es zu Tennis Borussia, so ein Foto zu posten, wenn es sich gegen Rassismus ausspricht, aber dort genau zu diesem Zeitpunkt ein rassistisches Gesetz verabschiedet wurde (Todesstrafe allein gegen Palästinenser)?

Schwierig.

So etwas wird dann auch in Fankreisen diskutiert und einige Anhänger des Vereins bleiben ggf. weg.

Jeder kann dazu seine eigene Meinung haben - und das ist auch gut so - aber Verantwortliche müssen wissen, was sie mit solchen Bildern auslösen können.

Natürlich bitte in Zukunft gerne die TeBe-Werte weiterhin vertreten (gegen Antisemtismus, Rassismus etc., da wird wohl kaum Widerspruch kommen), aber bei bestimmten Themen vielleicht etwas sensibler sein.
Sobald es für die Mehrheit der Mitgliedschaft ein Problem ist, dass der Vorstand sich vor einem Stand des "Bündnis gegen Antisemitismus Berlin" ablichten lässt, der mit Israel-Fahnen dekoriert wurde, trete ich aus diesem Verein aus. Und ich wünsche mir von Herzen, dass sich die Leute, die ein Problem mit Israel-Fahnen haben, bitte einfach verpissen. Danke.
+1
Pico
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Pico »

pusztapunk hat geschrieben: 11.08.26 14:43
denharrow hat geschrieben: 11.08.26 14:17 Richtig.

Gemeinsam den Verein stärken, Streit und Polarisierungen vermeiden, nach außen einig auftreten.

Um einige Sponsoren und Zuschauer nicht zu verschrecken, würde ich mich deshalb darüber freuen, wenn zukünftig unkommentierte Fotos, die heftigere Kontroversen auslösen können, nicht ins Netz gestellt werden.

So haben sich einige TeBe Fans (auch ich) doch sehr über das Bild vor dem Stand mit den Israel Fahnen geärgert.

Warum?

Weil die Mitglieder, Anhänger und Spieler diesbezüglich doch sehr unterschiedliche Meinungen haben dürften, was die dortige rechtsextremistische Regierung angeht.

Wenn der Vorstand dann dort so posiert, wie er es getan hat, weiß der Betrachter nicht, wie genau er das einzuschätzen hat.

Was wird unterstützt?

Der Staat, die Regierung, die Opposition, die Menschen dort, was ist mit den Palästinensern?

Paßt es zu Tennis Borussia, so ein Foto zu posten, wenn es sich gegen Rassismus ausspricht, aber dort genau zu diesem Zeitpunkt ein rassistisches Gesetz verabschiedet wurde (Todesstrafe allein gegen Palästinenser)?

Schwierig.

So etwas wird dann auch in Fankreisen diskutiert und einige Anhänger des Vereins bleiben ggf. weg.

Jeder kann dazu seine eigene Meinung haben - und das ist auch gut so - aber Verantwortliche müssen wissen, was sie mit solchen Bildern auslösen können.

Natürlich bitte in Zukunft gerne die TeBe-Werte weiterhin vertreten (gegen Antisemtismus, Rassismus etc., da wird wohl kaum Widerspruch kommen), aber bei bestimmten Themen vielleicht etwas sensibler sein.
Sobald es für die Mehrheit der Mitgliedschaft ein Problem ist, dass der Vorstand sich vor einem Stand des "Bündnis gegen Antisemitismus Berlin" ablichten lässt, der mit Israel-Fahnen dekoriert wurde, trete ich aus diesem Verein aus. Und ich wünsche mir von Herzen, dass sich die Leute, die ein Problem mit Israel-Fahnen haben, bitte einfach verpissen. Danke.
Der Vorstand hat meine volle Solidarität, ich hoffe das sich dieser antiisraelische Irrsinn der in Deutschland (und nicht nur dort) immer größere Ausmaße entwickelt, sich bei TeBe niemals durchsetzen wird.
Lenni
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Lenni »

„Streit und Polarisierung vermeiden, nach außen einig auftreten“ und im gleichen Atemzug eine Nahost-Diskussion starten. Kannste dir nicht ausdenken 😅
Und vielen Dank an den Vorstand fürs Haltung zeigen. Bitte weiter so.
Jocka
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Jocka »

Der Vorstand hat meine volle Solidarität, ich hoffe das sich dieser antiisraelische Irrsinn der in Deutschland (und nicht nur dort) immer größere Ausmaße entwickelt, sich bei TeBe niemals durchsetzen wird.
Antisemitismus und die aktuelle Politik von Netanjahu sollte man schon unterscheiden dürfen.
SSV
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von SSV »

Jocka hat geschrieben: 11.08.26 20:25
Der Vorstand hat meine volle Solidarität, ich hoffe das sich dieser antiisraelische Irrsinn der in Deutschland (und nicht nur dort) immer größere Ausmaße entwickelt, sich bei TeBe niemals durchsetzen wird.
Antisemitismus und die aktuelle Politik von Netanjahu sollte man schon unterscheiden dürfen.
Danke !
Zuflucht23
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Zuflucht23 »

Auch von mir ein fettes Danke. Und niemand muss sich "verpissen", nur weil er oder sie Empathie nach allen Seiten zeigen kann. Ich verpisse mich deshalb jedenfalls nicht.
Holgi
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Holgi »

Ich suche immer noch den Absatz im Post von Puszta, in welchem er die mögliche Empathie für "beide Seiten" in Frage stellt.

Merkwürdiges Narrativ, dass man demjenigen, der für das Existenzrecht Israels einsteht, mangelnde Empathie für die "andere Seite" vorwirft.

Geht es darum?! Nein!

Es geht darum, dass Antisemiten Israel genauso wie die Israelflagge gerne nicht nur aus dem Mommse verbannen würden.

Es geht darum, dass man mit Palästinensertuch oder Palästinaflagge durch Berlin laufen kann ohne Gefahr zu laufen, tätlich angegriffen zu werden. Mit Kippa oder Israelflagge sieht es da schon ganz anders aus.

Wenn die "Einigkeit" eine sein soll wie sie denharrow beschreibt, dass man doch besser nicht bei irgendjemand anecken sollte & sei er noch Antisemit (und nix anderes ist er/sie, der einen Verein lieber nicht in Verbindung mit Israelflaggen sehen will) - dann warte ich gespannt auf die Ultragruppierung "Nazis gegen Rechts!" bei TeBe, das müsste dann die Art von Toleranz sein, die sich Einige hier wünschen.

Btw: alles komplett off topic, evtl mal in Kanal voll verschieben?!
The good times are gone, that's what they say!
The good times are gone? I don't care, I wasn't there!
Färräd
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Färräd »

Man sollte nicht meinen das hier erwachsene Menschen schreiben.
Perfekte Aussendarstellung!
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mr. bungle
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Re: Saison 2026/27

Avatar Beitrag von mr. bungle »

Thema hat zwar nichts mit Saison 2026/27 zu tun, aber doch eine ganze Menge mit unserem Verein. und ist somit zumindest in dieser Hinsicht keinewegs off-topic.

Denn Israel ist nicht einfach nur der Staat der Shoa-Überlebenden, sondern wurde auch Zufluchtsort und Schutzraum für zahlreiche Tennis Borussen, die während der späten 30er und frühen 40er ins damalige Mandatsgebiet entkamen. Viele ihrer Familien waren zuvor vor den Pogromen u.a. im Zarenreich nach Deutschland geflohen. Wer sich nur etwas mit Hans Rosenthal und desssen Familie beschäftigt hat, weiß um deren Verbundenheit mit dem Staat der Überlebenden. Das gilt nicht minder für die Nachkommen von in die USA oder ins UK geflohenen ehemaligen Vereinsmitgliedern.

Jahrzehntelangen Auswertungen internationaler Medien zufolge ist kein Staat dieser Welt so intensiver Kritik ausgesetzt wie der jüdische Staat. Gegen keinen Staat der Welt wurden so viele UN-Resolutionen beschlossen wie gegen Israel. Israel ist seit drei Jahren regelmäßig Top-News weltweit, da können die RSF im Sudan noch so viele hinmetzeln, es taucht noch nicht mal als Randnotiz auf. Vor diesem Hintergrund ist es kurios, wenn immer wieder gefordert wird, Israelkritik müsse doch erlaubt sein.

Während das unfassbare Leid in anderen Krisenregionen der Welt niemanden hinter dem Ofen hervorlockt, interessiert sich die Welt traditionell jede Krise, für Israel verantwortlich gemacht werden kann, auf zumeist sehr unterkomplexe Weise.

Israel ist der Staat, der der UN-Resolution 1947 einer Zweistaatenlösung zustimmte, vom ersten Tag seiner Existenz an jedoch Vernichtungsdrohungen sämtlicher Nachbarn ausgesetzt war, für die "Land für Frieden" keine Option war und ist.

Israel hat 2023 das schlimmste Progrom seit dem Holocaust erlebt, und die Retraumatisierung der israelischen Gesellschaft vor dem Hintergrund ihrer kollektiven Erinnerung war erklärtes Ziel der Täter. Am Folgemorgen waren die Straßen im Westen voller Demonstranten. Aber nicht etwa die soeben verübten Greueltaten der Hamas (für deren ideologische Vordenker der Nationalsozialismus nachweislich wesentliche Inspiration war), sondern gegen Israel. Noch bevor es überhaupt reagiert hatte. Noch als hunderte von Leichen auf dem Gelände des Nova-Festivals lagen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war Israel in der Täterrolle.

In Berlin ist es kein Problem, sich mit jeder beliebigen Fahne auf nahezu jedem beliebigen Event zu zeigen. Es sei denn, es handelt sich um die israelischen Farben. Damit wird man häufig nicht nur ausgeschlossen, sondern bedroht. In der Berliner Clubszene werden DJs wegen ihrer Nationalität gecancelt. Dass sie vehemente Kritiker der aktuellen Regierung sind, hilft ihnen kein bisschen. Es genügt, dass sie Israelis sind. Es gibt unzählige Beispiele dieser Art. Sie werden einfach hingenommen, sie sind Normalität geworden.

Israelhass ist das einzige Thema, auf das sich Rechte, selbsterklärte Linke und auch Teile der Mitte der Gesellschaft ganz hervorragend verständigen können. Israeldämonisierung und doppelte Standards sind salonfähig geworden im akademischen Betrieb, auf Konzertbühnen, im Kulturbetrieb, in vermeintlich progressiven Bewegungen. Parteien wissen, dass es sich lohnt, damit auf Stimmfang zu gehen. Selbst bei Kommunalwahlen.

Israel ist das Land, das seit Jahrzehnten gute Ratschläge aus Deutschland erhält, wie es sich zu verhalten habe und würde längst nicht mehr existieren, wäre es vielen dieser Empfehlungen gefolgt. Israel ist das Land, dem faktenwidrig vorgeworfen wird, "Siedlerkolonie" zu sein, was umso ironischer ist, wenn das durch Studierende aus klassischen Siedlerkolonien wie den USA, Kanada oder Australien, die diese Definition tatsächlich erfüllen, geschieht.

Mir ist noch niemand bei TeBe begegnet, der auch nur ansatzweise Sympathien für Netanyahu hegt. Man kann ihn nicht nur kritisieren, man muss es sogar. Er ist so korrupt wie antidemokratisch, der Machterhalt war ihm sichtlich wichtiger als das Schicksal der Geiseln, sein Kabinett mit mehreren Rechtsextremen besetzt. Und damit liegt sie leider im globalen Trend. In anderen Ländern werden rechte Regierungen gewählt, ohne dass sie sich in einer permanenten Bedrohungslage - von denen bekanntlich fast immer die Hardliner profitieren - befinden. In Deutschland genügt weit weniger für den Siegeszug einer neofaschistischen Partei.

Die israelische Fahne gehört nicht der Netanyahu-Regierung. Sie ist genauso sehr die Fahne der Hunderttausenden, die gegen die Justizreformen auf die Straße gingen. Es ist die Fahne von von 2 Millionen in diesem Staat lebenden Palästinensern. Zumindest formell sind sie absolut gleichberechtigt und bekleiden höchste Positionen. Beispielsweise als Richter, die ehemalige Ministerpräsidenten zu jahrelangen Haftstrafen verurteilen - so viel zur "Apartheid". Die israelische Fahne gehört genauso Golda Meir, Shimon Peres, Dana International, Ofra Haza, Asaf Avidan, Avram Hershko, Gavriel Meron, Marta Weinstock-Rosin, Yossi Benayoun, Ephraim Kishon und vielen anderen.

Es gibt nicht den geringsten Grund für TeBe, diese Fahne nicht zu zeigen. In Zeiten, in denen dies an so vielen Orten unmöglich geworden ist, ist es sogar unsere Verpflichtung.
Lassen Sie mich durch, ich bin Henning Wehland!
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