Hmja - die Frage ist natürlich, wie sich da wirklich etwas bewegen läßt. Vielleicht ein zu kühner Gedanke von mir, aber m.E. müßte es viele coming-outs auf einen Schlag geben. Wenn sich z.B. sämtliche schwulen Spieler nebst Trainer-/Betreuerstäbe aller Vereine (wenigstens) der 1. und 2. Bundesliga (am besten natürlich bis runter in die unteren Ligen) in einer groß angelegten konzertierten Aktion bekennen würden, hätte das schon gute Chancen hinsichtlich einer grundlegenden gesellschaftlichen Verbesserung.zéro cinq hat geschrieben:gerade im fußball habe ich momentan, trotz des amerell-backlashs und trotz meines eigentlich starken pessimismus bezüglich grundlegender gesellschaftlicher verbesserungen, das gefühl, dass sich etwas bewegen lässt.
Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Als Vorbild zum Thema Sexualität kenne Ich keinen Fussballer, den Ich gern als Vorbild sehen könnte... und auch die Fussballer die allgemein zum diversen Themen nach solche Vorbildrollen streben verstecken ihr Privatleben hinter eine Armee von PR Typen. 99% aller Fußballer spielen nicht für meine Teams und sind mir per se deshalb unsympatisch, die Mehrheit sind bestimmt auch dazu langweilige, arrogante, unintelligente, hässliche Deppen, die Ich zum grossen Teil nicht ausstehen kann und wenn die nicht Fussball spielten würden wir nicht mal neben die im Bus sitzen wollen. Warum sollte also ein schwuler Fussballer plötzlich ein Vorbild werden oder als was besonders gelten? Die Chance sind extrem gering dass die schwule Profis (die es bestimmt definitiv gibt) auf die Publikumslieblingsliste stehen. Man hofft vielleicht nach ein Weltstar, bekommt bestimmt aber ein Idiot mit zwei linken Füßen. Die Mehrheit von Fussballer sind mir off the field egal und in 10 Jahren haben wir fast alle komplett vergessen.
Einfach aufgrund des intensiven Training und Lifestyles wird es vermütlich für einen schwulen Spieler ähnlich. Die Erwartung nach einen stilvollen, originellen, klugen, sympatischen, attraktiven, schwulen Spieler, der für uns als Role Model auftritt, bedient auch unrealistische Klischees und eine Vorstellung dass Gays doch was anderes sind. Fußballer sind Leistungssportler und ob die auf Männer oder Frauen stehen ist ihre grosse Liebe zum grossen Teil ihr Sport - sonst wären sie nur ein von den Millionen, die es doch nicht schaffte. Die Interviews mit Gareth Thomas zeigen dieses Aspekt deutlich - Er wollte hauptsächlich Rugby spielen, betont er öfters.
Die hier vorgestellte "Massenoutings" finde ich einfach schräg und für wen die gut sind oder welche politische Hoffnung dahinter steht verstehe Ich nicht. Ich befürchte den in dem Text gegebenen Titelsatz weil dieses Spektakel des Outings mir wie ein Art real life Lars von Trier Film vorkommt. Eine mögliche Tragödie für unsere Unterhaltung und unser schlechtes Gewissen. Mir ist es egal ob Spieler x oder y schwul ist und genau diese "mir doch scheissegal" Einstellung ist was Fußball braucht, nicht ein weiterer Sexualitätskampf mit schwulen Helden und hetero Kicker.
Aber was mich stört mit den Outingphantasien eines Stars ist die (vielleicht von "toleranten Fans" wegen Verzweiflung zu verstehende) Hoffnung bzw die Erwartung, dass ein schwuler Star unseres Fanproblem bzw Gesellschftsproblem von Schwulenhass für uns lösen könnte. Diese Erwartung stellt jeden schwulen Spieler unter einen enormen moralischen Drück sich "für den Kampf gegen Homophobie" zu outen, statt Fans, Clubs, Funktionäre unter Druck zu stellen erstmal mit der Problematik zu beschäftigen. Sinnlose "wir sind tolerant es liegt jetzt an den Spielern" Parolen können die moderne Managers auswendig. Diese Haltung ist aber Bullshit, weil so lange homophobe Sprüche zum Alltag in Fussball gehören und es genau mesitens diese Funktionäre ein Scheiss interessiert, bringt ein aktiver schwuler Spieler uns gar nichts. Das Spektakel befriedigt nur unsere neugier und Gewissen, hilft aber schwule Spieler wenig.
Ich kann nur empfehlen die Interviews mit Gareth Thomas zu hören und zu versuchen die in einem Fussballkontext zu übersetzen. Erstens war Sport ihn am wichtigstens und das wird bestimmt für fast alle Sportprofis gelten. Danach als es Probleme für ihn gemacht hat, redete er Klartext mit seinem Trainer und Freunde. Erst danach als er sich mit seiner Zukunft weg von Rugby beschäftigt hat, ist es wieder für ihn wichtig gewesen - vor allem, vermüte Ich, weil er als ein der berühmtesten Männer Wales hätte nicht einfach so in der Anonymität eines "Privatlebens" verschwinden können. Seine wahre Coming Out ist eigentlich vor Jahren passiert, ging uns als Publikum damals zu Recht gar nichts an.
Einfach aufgrund des intensiven Training und Lifestyles wird es vermütlich für einen schwulen Spieler ähnlich. Die Erwartung nach einen stilvollen, originellen, klugen, sympatischen, attraktiven, schwulen Spieler, der für uns als Role Model auftritt, bedient auch unrealistische Klischees und eine Vorstellung dass Gays doch was anderes sind. Fußballer sind Leistungssportler und ob die auf Männer oder Frauen stehen ist ihre grosse Liebe zum grossen Teil ihr Sport - sonst wären sie nur ein von den Millionen, die es doch nicht schaffte. Die Interviews mit Gareth Thomas zeigen dieses Aspekt deutlich - Er wollte hauptsächlich Rugby spielen, betont er öfters.
Die hier vorgestellte "Massenoutings" finde ich einfach schräg und für wen die gut sind oder welche politische Hoffnung dahinter steht verstehe Ich nicht. Ich befürchte den in dem Text gegebenen Titelsatz weil dieses Spektakel des Outings mir wie ein Art real life Lars von Trier Film vorkommt. Eine mögliche Tragödie für unsere Unterhaltung und unser schlechtes Gewissen. Mir ist es egal ob Spieler x oder y schwul ist und genau diese "mir doch scheissegal" Einstellung ist was Fußball braucht, nicht ein weiterer Sexualitätskampf mit schwulen Helden und hetero Kicker.
Aber was mich stört mit den Outingphantasien eines Stars ist die (vielleicht von "toleranten Fans" wegen Verzweiflung zu verstehende) Hoffnung bzw die Erwartung, dass ein schwuler Star unseres Fanproblem bzw Gesellschftsproblem von Schwulenhass für uns lösen könnte. Diese Erwartung stellt jeden schwulen Spieler unter einen enormen moralischen Drück sich "für den Kampf gegen Homophobie" zu outen, statt Fans, Clubs, Funktionäre unter Druck zu stellen erstmal mit der Problematik zu beschäftigen. Sinnlose "wir sind tolerant es liegt jetzt an den Spielern" Parolen können die moderne Managers auswendig. Diese Haltung ist aber Bullshit, weil so lange homophobe Sprüche zum Alltag in Fussball gehören und es genau mesitens diese Funktionäre ein Scheiss interessiert, bringt ein aktiver schwuler Spieler uns gar nichts. Das Spektakel befriedigt nur unsere neugier und Gewissen, hilft aber schwule Spieler wenig.
Ich kann nur empfehlen die Interviews mit Gareth Thomas zu hören und zu versuchen die in einem Fussballkontext zu übersetzen. Erstens war Sport ihn am wichtigstens und das wird bestimmt für fast alle Sportprofis gelten. Danach als es Probleme für ihn gemacht hat, redete er Klartext mit seinem Trainer und Freunde. Erst danach als er sich mit seiner Zukunft weg von Rugby beschäftigt hat, ist es wieder für ihn wichtig gewesen - vor allem, vermüte Ich, weil er als ein der berühmtesten Männer Wales hätte nicht einfach so in der Anonymität eines "Privatlebens" verschwinden können. Seine wahre Coming Out ist eigentlich vor Jahren passiert, ging uns als Publikum damals zu Recht gar nichts an.
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
weil sich ein nicht-homosexueller nicht vorstellen kann in welcher gedankenwelt aus zweifeln und traurigkeit man vor seinem inneren und äußeren coming outs stecken kann. da ist jeder herzlich willkommen der einem zeigt, dass man innerhalb seiner interessens-welt (die auch fußball beinhalten kann) eben nicht alleine ist. es ist dabei scheissegal ob das der schnauzbart-proll mit zwei linken füßen ist oder ein weltstar. heute in meiner jetzigen situation ist mir das völlig egal ob es einen offenen fußballer gibt oder nicht, vor 15 jahren hätte es für mich die dinge dramatisch zum positiven verändert.Doughnut Boy Andy hat geschrieben:Als Vorbild zum Thema Sexualität kenne Ich keinen Fussballer, den Ich gern als Vorbild sehen könnte... und auch die Fussballer die allgemein zum diversen Themen nach solche Vorbildrollen streben verstecken ihr Privatleben hinter eine Armee von PR Typen. 99% aller Fußballer spielen nicht für meine Teams und sind mir per se deshalb unsympatisch, die Mehrheit sind bestimmt auch dazu langweilige, arrogante, unintelligente, hässliche Deppen, die Ich zum grossen Teil nicht ausstehen kann und wenn die nicht Fussball spielten würden wir nicht mal neben die im Bus sitzen wollen. Warum sollte also ein schwuler Fussballer plötzlich ein Vorbild werden oder als was besonders gelten?
geoutete fußballer sind bestimmt nicht dafür geeignet die "wir sind ja so tolerant"-welt der heteros zu bedienen, aber sie können bei jungen homosexuellen menschen viel positives bewirken. wie ich schon schrieb weiss ich nicht inwiefern so etwas heute in internet-zeiten relevant ist, aber damals wäre es das definitiv gewesen.
"In den letzten Jahren gab es sehr viele Sponsoren die sich wg. der Rothersgruppierungen von Verein wieder abgewendet haben."
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Aber es ist seit Jahren bekannt, dass es schwule Profifussballer gibt.
http://www.abendblatt.de/sport/article9 ... uting.html
Even this hetero boy knows that!
http://www.abendblatt.de/sport/article9 ... uting.html
Even this hetero boy knows that!
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Es macht doch wohl einen Unterschied, ob einigen reflektierten Menschen klar ist, dass es homosexuelle Menschen im Fussball gibt, oder ob sich die breite Masse damit auseinandersetzen muss, dass eines ihrer Idole "auf einmal" schwul ist. Diese Diskussion ist nicht ohne Grund vom Zaun gebrochen worden.
In der Politik war es vor 15 Jahren noch undenkbar geoutet Karriere zu machen. Und die wesentlichen Veränderungen wurden unter anderem durch prominente Outings in Gang gesetzt. Was nicht heißen soll, dass in diesem Geschäft alles schick ist für homosexuelle Menschen. Aber wenn man das Trugbild der breiten Masse torpediert, bringt man immer etwas in Bewegung - und nur dadurch entsteht Veränderung.
Die umfassenden Veränderungen im Bereich der Anerkennung der Homosexualität als einer legitimen Spielart des Lebens sind ja auch nicht wegzuleugnen. Deswegen: weiter so! Ein Gruppenouting im Profifussball ist ein schwerer aber notwendiger Schritt. Und ich hoffe, dass es auch unter den Profifussballern genügend Leute gibt, die ihre Berührungsängste überwinden können und diese mutigen Leute unterstützen!
In der Politik war es vor 15 Jahren noch undenkbar geoutet Karriere zu machen. Und die wesentlichen Veränderungen wurden unter anderem durch prominente Outings in Gang gesetzt. Was nicht heißen soll, dass in diesem Geschäft alles schick ist für homosexuelle Menschen. Aber wenn man das Trugbild der breiten Masse torpediert, bringt man immer etwas in Bewegung - und nur dadurch entsteht Veränderung.
Die umfassenden Veränderungen im Bereich der Anerkennung der Homosexualität als einer legitimen Spielart des Lebens sind ja auch nicht wegzuleugnen. Deswegen: weiter so! Ein Gruppenouting im Profifussball ist ein schwerer aber notwendiger Schritt. Und ich hoffe, dass es auch unter den Profifussballern genügend Leute gibt, die ihre Berührungsängste überwinden können und diese mutigen Leute unterstützen!
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Jede Form von Extremität (Arme, Beine, etc.) kann nicht die Antwort sein.
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
und wöchentlich grüßt das murmeltier:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/homop ... 78040.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/homop ... 78040.html
Jede Form von Extremität (Arme, Beine, etc.) kann nicht die Antwort sein.
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Ekelerregende Kackscheiße --> KLICK
"so, nun ist eine woche lang wieder tebe-depression, nach dem nächsten sieg dann die deutsche meisterschaft zum greifen nah. so ist das halt bei tebe."
Denis, 5.8.05
Denis, 5.8.05
Re: Rudi Assauer: "Ich hab nichts gegen Schwule, aber...
Was bedeutet "halbschwul"?