[Abgetrennt] Aktuelle Umbesetzung des Vorstands/antidiskriminatorische Grundhaltung des Klubs

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fairistmehr
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von fairistmehr »

Ich meine natürlich nicht den 07. Oktober und die Folgen, sondern seinen Verweis auf andere schlimme Schauplätze z.B. in Afrika.
neururer
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von neururer »

Jocka hat geschrieben: 13.08.26 08:33 Was wäre, wenn ich die Fahne von Russland, Iran, Afghanistan oder den USA aufhänge? Da gibt es doch mit Sicherheit auch ne Menge gute Menschen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument
Der Peter, der Peter, erst kommt er und dann geht er..
Jocka
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Jocka »

Ich würde die Diskussion von meiner Seite beenden. Wir kommen hier eh nicht zusammen.
neururer
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von neururer »

Was wäre, wenn ich die Beispiele von Russland, Iran, Afghanistan oder den USA hier rein bringe? Da gibt es doch mit Sicherheit auch ne Menge schlechte Menschen.
Der Peter, der Peter, erst kommt er und dann geht er..
SSV
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von SSV »

neururer hat geschrieben: 13.08.26 22:53
Was wäre, wenn ich die Beispiele von Russland, Iran, Afghanistan oder den USA hier rein bringe? Da gibt es doch mit Sicherheit auch ne Menge schlechte Menschen.
https://taz.de/Siedlergewalt-im-Westjor ... /!6203884/
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mr. bungle
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Re: Saison 2026/27

Avatar Beitrag von mr. bungle »

fairistmehr hat geschrieben: 13.08.26 09:08[...]
Ein Gräueltaten Ranking im Sinne von "Solange ihr nicht zu dieser Katastrophe was sagt, dürft ihr zu jener nichts sagen!" führt in kollektive Verantwortungslosigkeit.[...]
Volle Zustimmung, daher nur zur Klarstellung, falls eventuell falsch rübergekommen: Es war nicht mein Argument, dass irgendwer irgendwas nicht sagen dürfe. Oder sich um alle Probleme der Welt gleichzeitig kümmern oder eben schweigen müsse.

Nur macht es halt durchaus Sinn, sich die extrem selektive Aufmerksamkeit für globale Konflikte immer mal wieder bewusst zu machen. Denn diese Selektivität hat reale Auswirkungen auf das Schicksal von Menschen in Not. Und bewirkt eben genau ein massives Ranking von Unterstützung. Sowohl durch NGOs als auch die Staatengemeinschaft.

Jemand, der sich sehr für humanitäre Hilfe in Sachen Myanmar engagiert, meinte kürzlich sarkastisch: Die einzige Chance, das Interesse der Welt für die dortige Lage zu wecken, wäre vermutlich, dass Israel mal eine Rakete dorthin schießt. Und in dieser bitteren Überspitzung liegt dann eben doch eine ganze Menge Wahrheit.

Wenn bei den Protesten im Iran nach Schätzungen der Opposition alleine am 8. und 9. Januar knapp halb so viele Menschen getötet werden wie im Gaza-Krieg in zwei Jahren, und das aus dem einzigen Grund, dass sie für Demokratie und Frauenrechte auf die Straße gehen, und dazu geschwiegen wird, dann drängt sich die Frage auf, weshalb das so ist.

Als in Gaza Tausende gegen Hamas protestierten und zum Teil mit dem Leben dafür zahlten, gab es keinerlei Soldidaritätskundgebungen, kein Straßentheater mit pantomimisch dargestellten Hinrichtungen und keine massenhaft getaggten Häuserwande. Auch nicht, als Hamas und Fatah sich einen blutigen Krieg mit zahlreichen unschuldigen Opfern lieferten. Auch nicht für die an Baukränen aufgehängten Queers oder hingerichtete Frauen.

All das legt den Schluss nahe, dass westliche Solidarität in vielen Fällen gar nicht so viel mit den Opfern zu tun hat wie sie gerne vorgibt. Sondern häufig vor allem damit, wen sie zum Täter erklären und sich damit tief verwurzelte Vorurteile bestätigen kann.

Antizionismus ist im Fahrwasser des Postkolonialimus so etwas wie eine weltweite Jugendbewegung geworden. Dort kommen unreflektiert viele Mechanismen zum Tragen, die eng mit dem Erlösungsantisemitismus früherer Zeiten verwandt sind. Unter kompletter Ausblendung der unzähligen erbitterten Feindschaften in Nahost wird suggeriert, der angebliche ″Fremdkörper“ Israel sei alleinige Ursache allen Übels und dessen Beseitigung würde die Region in einen Hort des Friedens verwandeln. Und selbst für Climate Justice sei es angeblich Grundbedingung, die ″Zionist Occupation“ zu überwinden. Und das natürlich vom Fluss bis zum Meer.

Das alles ist nicht nur absurd, sondern knüpft ganz konkret an über Jahrhunderte tradierte antisemitische Schablonen an.

Um den Bogen zurück zur Kritik DenHarrows zu schlagen: Da TeBe sich auf die Fahnen geschrieben hat, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit jeglicher Art nicht zu tolerieren, sollte es auch hierzu nicht schweigen. Auch auf die Gefahr hin, dass das Leute verschreckt. Aber das hindert uns bei Themen wie Rassismus oder Sexismus ja auch nicht, klare Kante zu zeigen.

TeBe sollte mit allen solidarisch sein, die für Verständigung eintreten. Beispielsweise mit oppositionellen Palästinenser:innen, die auch in Europa durch das Hamas-Netzwerk und dessen Vorfeldorganisationen eingeschüchtert und bedroht werden. Die sogar als störend empfunden werden, weil Hamas, Hesbollah, Huthis und IRGC zu revolutionären Subjekten erhoben wurden, deren ″Befreiungskampf“ bedingungslos zu unterstützen und deshalb nicht zu kritisieren sei.
Jocka hat geschrieben: 13.08.26 08:33Was wäre, wenn ich die Fahne von Russland, Iran, Afghanistan oder den USA aufhänge? Da gibt es doch mit Sicherheit auch ne Menge gute Menschen.
Bitte noch mal lesen, was ich geschrieben habe. Es geht nicht um "gute" oder schlechte Menschen. DenHarrow hatte gefragt, ob das Zeigen einer Israelfahne für Solidarität mit der aktuellen Regierung stünde. Ich habe erklärt, wofür es aus Sicht des Vereins steht. Das hat nur wenig mit einem Fetisch für Nationalstaaten zu tun.

Ich kenne Israelis, die sich auf Reisen auf die Frage nach ihrer Herkunft nicht mehr trauen, eine ehrliche Antwort zu geben. Sie wechseln entweder das Thema oder geben eine andere Identität an. Wenn sie in die Szeneviertel Barcelonas oder Kopenhagens kommen, werden sie in jeder Straße durch Banner wie "Zios not welcome" empfangen. Wir haben es mit so binären Weltbildern so tun, dass man als Israeli für viele per se als "Colonizer" und somit schuldig gilt.

Das geschieht niemandem, der aus dem Argentinien von Milei kommt oder aus dem Brasilien Bolsonaros kam. Auch mir bekannte Russ:innen werden in aller Regel nicht in Kollektivhaftung genommen, sondern nach ihrer persönlichen Haltung beurteilt.

Ansonsten schauen wir mal, was mit besagtem, zurecht kritisiertem Gesetz geschieht. Die Chancen stehen nicht so schlecht, dass der Oberste Gerichtshof es kippt.


Jetzt habe ich noch mal länger ausgeholt als ich wollte und tatsächlich sollte die Diskussion nicht endlos ausufern. Aber da sie durchaus unser Selbstverständnis tangiert, ist sie anscheinend auch notwendig.

Wegen meiner können wir hier einen Punkt machen und wieder zum eigentlichen Threadthema zurückkehren. Ansonsten bitte ausformulierte Argumente anstelle kommentarlos hingelatzter Links.
Lassen Sie mich durch, ich bin Henning Wehland!
Hans
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von Hans »

am israel chai
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Re: Saison 2026/27

Beitrag von TetinKlimente »

pusztapunk hat geschrieben: 13.08.26 07:12 Nope. Ich bin nicht für ein "säkulares Israel und Palästina". Israel ist und bleibt die Heimstätte der Juden und damit ein jüdischer Staat. Ich kann diesen "antizionistischen" Bullshit wirklich nicht mehr hören!
Ist auch legitim. Dann soll man aber akzeptieren dass dies einen Weg zur endgültigen Vernichtung einer der beiden Seiten ist. Tragisch aber alles andere als Bullshit.

Und nein, eine Aussage dass Israel (auch gegen seine eigenen Gesetze) kein fremdes Land klauen darf hat nichts mit 'antizionismus' zu tun. Zumindest hast du nicht antisemitismus aufgeführt.
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pusztapunk
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Re: [Abgetrennt] Aktuelle Umbesetzung des Vorstands/antidiskriminatorische Grundhaltung des Klubs

Avatar Beitrag von pusztapunk »

Noch so ein Vollpfosten... Ich hatte mich echt auf Makkabi gefreut. Aber den jüdischen Charakter des Staates Israel in Frage zu stellen, indem man genau diesen Grundsatz der Verfassung des Staates Israel mit der "Vernichtung einer der beiden Seiten" zusammenfantasiert, ist für mich indiskutabel. Solange hier irgendwelche Jockels abhängen, die den Juden Israel nicht verzeihen können, bleibe ich lieber fern.
Alles was in und um TeBe passiert wird im Lila Kanal abgesprochen und alles kommt auch so, wie es dort steht. Rainer L., Auskenner
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