Respekt auf gut deutsch
- pusztapunk
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- Wohnort: Westlich vom Westen
Great Vortrag - habe Ich nämlich live gesehen back in 2004. Nicht nur imformativ sondern auch funny.
Junge - Linke: We are wieder wer - Kritik des Sprachpurismus´ und des Verein Deutsche Sprache (VDS)
Alt oder neu "Sprachnazi" zu sein werfe Ich of course niemand hier vor - Text zeigt aber deutlich was für ein slippery slope das Thema ist.
Eure Dinglish King, DBA
Junge - Linke: We are wieder wer - Kritik des Sprachpurismus´ und des Verein Deutsche Sprache (VDS)
Alt oder neu "Sprachnazi" zu sein werfe Ich of course niemand hier vor - Text zeigt aber deutlich was für ein slippery slope das Thema ist.
Eure Dinglish King, DBA
Nun mal kühl bleiben, mir war einfach nach Meckern. Da dachte, ich bin im Meckerforum mal gerade richtig.
Dieses bekloppte Englisch-Gequatsche geht mir einfach auf den Zeiger. Fahre ich gerade zur Post, Werbeplakat: Ready to drink. Oh Mann ... da bin ick aber ready for destroi.
Aber wird sich nicht alles so heiß gegessen wie es sich gekocht wird. Ich benutze natürlich auch fucking viele englische Worte.
Und man muss es auch nicht übertreiben - in beide Richtungen allerdings - Sprache entwickelt sich. Aber so wie man spricht, so denkt man auch, und da kriege ich bei etlichen Zeitgenossen das kalte Grausen. Gibt ja auch hervorragende Bücher, die dokumentieren, wie Sprache als Instrument der Verdummung benutzt wird. Man muss da nicht einmal Klemperers LTI zitieren, reicht schon, wenn man sich vor Augen führt, dass Kriegsminister heute Verteidigungsminister heißen ... Oder wenn ich mir das sprachliche Niveau im Spätabendprogramm mal gebe ... oh je, und die haben alle Wahlrecht?
Da lobe ich mir doch einen Sprachvirtuosen wie Warhead. À propos, @Warhead, woher kennst Du eigentlich Ulla Kingbeil?
Dieses bekloppte Englisch-Gequatsche geht mir einfach auf den Zeiger. Fahre ich gerade zur Post, Werbeplakat: Ready to drink. Oh Mann ... da bin ick aber ready for destroi.
Aber wird sich nicht alles so heiß gegessen wie es sich gekocht wird. Ich benutze natürlich auch fucking viele englische Worte.
Und man muss es auch nicht übertreiben - in beide Richtungen allerdings - Sprache entwickelt sich. Aber so wie man spricht, so denkt man auch, und da kriege ich bei etlichen Zeitgenossen das kalte Grausen. Gibt ja auch hervorragende Bücher, die dokumentieren, wie Sprache als Instrument der Verdummung benutzt wird. Man muss da nicht einmal Klemperers LTI zitieren, reicht schon, wenn man sich vor Augen führt, dass Kriegsminister heute Verteidigungsminister heißen ... Oder wenn ich mir das sprachliche Niveau im Spätabendprogramm mal gebe ... oh je, und die haben alle Wahlrecht?
Da lobe ich mir doch einen Sprachvirtuosen wie Warhead. À propos, @Warhead, woher kennst Du eigentlich Ulla Kingbeil?
Du Opfer...was guckst du so,bin isch Kino oder was??
- Ja,aber ich sitze im falschen Film
Alle Künste und Sprachen sind von den Deutschen
aufs sinnreichste und gründlichste hervorgezogen,
aber ihrer eigenen Sprache und ihrer selbst
ist von ihnen fast vergessen worden.
Die Fremdgierigkeit scheinet durch ein hartes Verhängnis
sonderlich den Deutschen tief angeboren zu sein.
Die verdammte Einhelligkeit in der Aufnahme jedes neuen Sprachschnitzers entspringt aus dem Triebe der Nachahmung, welcher dem großen Haufen, also auch unsern Sprachverbesseren, Leitstern alles ihres Thuns und Treibens und leider auch des Schreibens ist: was irgend Einer geschrieben hat, und sei es ein grober Schnitzer, schreiben sie auf seine Autorität nach: so verbreitet sich die Pest der Sprachverhunzung. Zum Verzweifeln ist, daß nicht Einer eine Spur von eigenem Urtheil zeigt, durch Verwerfung und Verhöhnung eines auftauchenden Schnitzers. Nein, Jeder adoptirt ihn so freudig, wie die Grasmücke den jungen Kukuk, und diese Sprachverbesserer sind einander Gegenstände der Bewunderung und Nachahmung.
Schopenhauer beschrieb schon vor zweihundert Jahren die Verhunzung der Sprache.Mir entzieht sich daher der Sinn warum ich das Thema durchkauen soll um aufs gleiche Ergebnis zu kommen,da lasse ich lieber den alten Meister daselbst zu Wort kommen
Hm,Ulla Klingbeil kennt doch eigentlich jeder...ich war mal auf ner Hutparty und hab da Technik gemacht,nette Frau aber schrecklich ungebildet
- Ja,aber ich sitze im falschen Film
Alle Künste und Sprachen sind von den Deutschen
aufs sinnreichste und gründlichste hervorgezogen,
aber ihrer eigenen Sprache und ihrer selbst
ist von ihnen fast vergessen worden.
Die Fremdgierigkeit scheinet durch ein hartes Verhängnis
sonderlich den Deutschen tief angeboren zu sein.
Die verdammte Einhelligkeit in der Aufnahme jedes neuen Sprachschnitzers entspringt aus dem Triebe der Nachahmung, welcher dem großen Haufen, also auch unsern Sprachverbesseren, Leitstern alles ihres Thuns und Treibens und leider auch des Schreibens ist: was irgend Einer geschrieben hat, und sei es ein grober Schnitzer, schreiben sie auf seine Autorität nach: so verbreitet sich die Pest der Sprachverhunzung. Zum Verzweifeln ist, daß nicht Einer eine Spur von eigenem Urtheil zeigt, durch Verwerfung und Verhöhnung eines auftauchenden Schnitzers. Nein, Jeder adoptirt ihn so freudig, wie die Grasmücke den jungen Kukuk, und diese Sprachverbesserer sind einander Gegenstände der Bewunderung und Nachahmung.
Schopenhauer beschrieb schon vor zweihundert Jahren die Verhunzung der Sprache.Mir entzieht sich daher der Sinn warum ich das Thema durchkauen soll um aufs gleiche Ergebnis zu kommen,da lasse ich lieber den alten Meister daselbst zu Wort kommen
Hm,Ulla Klingbeil kennt doch eigentlich jeder...ich war mal auf ner Hutparty und hab da Technik gemacht,nette Frau aber schrecklich ungebildet
Achso, hatte den Verweis von Doghnot ja nicht gelesen, hab mal kurz reingelesen - gute Güte, auf welch beklagenswert niedrigem Niveau bewegen die sich denn?
Dieser Mangel an Substanz hat aber einen Vorteil: Wenn die eine Position einnehmen, braucht man sich wenigstens keine Gedanken mehr zu machen - einfach das Gegenteil sagen, das reicht. So jetzt ist es wahrlich besser, den Fred zu schließen, ich wollte nur mal kurz meckern, aber keine unsinnige Politdiskussion lostreten.
@Warhead, oh welch Entzücken, den größten deutschen Sprachkünstler hier wiederfinden zu dürfen.
Dieser Mangel an Substanz hat aber einen Vorteil: Wenn die eine Position einnehmen, braucht man sich wenigstens keine Gedanken mehr zu machen - einfach das Gegenteil sagen, das reicht. So jetzt ist es wahrlich besser, den Fred zu schließen, ich wollte nur mal kurz meckern, aber keine unsinnige Politdiskussion lostreten.

@Warhead, oh welch Entzücken, den größten deutschen Sprachkünstler hier wiederfinden zu dürfen.
Ja,das Niveau ist wirklich grauenhaft.Leider funktioniert das nicht,ich meine mit dem Gegenteil...man wird sofort als Nazi niedergebrüllt,unabhängig davon ob man einer ist oder nicht.
Ich sag dann immer gerne "Klar,ich bin ein Nazi,du bist ein Nazi,sonst hättest du mich nicht als solcher erkannt,und draussen wartet schon mein SA-Schlägertrupp auf die verbliebenen beiden Nichtnazis die hier immer noch rumgammeln"!.
Rumgammeln,auch eins der aussterbenden Wörter
Ich sag dann immer gerne "Klar,ich bin ein Nazi,du bist ein Nazi,sonst hättest du mich nicht als solcher erkannt,und draussen wartet schon mein SA-Schlägertrupp auf die verbliebenen beiden Nichtnazis die hier immer noch rumgammeln"!.
Rumgammeln,auch eins der aussterbenden Wörter
Niveau - diese Hautcreme in der blauen Dose?Warhead hat geschrieben:Ja,das Niveau ist wirklich grauenhaft.Leider funktioniert das nicht,ich meine mit dem Gegenteil...man wird sofort als Nazi niedergebrüllt,unabhängig davon ob man einer ist oder nicht.
Ich sag dann immer gerne "Klar,ich bin ein Nazi,du bist ein Nazi,sonst hättest du mich nicht als solcher erkannt,und draussen wartet schon mein SA-Schlägertrupp auf die verbliebenen beiden Nichtnazis die hier immer noch rumgammeln"!.
Rumgammeln,auch eins der aussterbenden Wörter
Ja - meine kürzlich und viel zu früh verstorbene Cousine ist weiland der Gammler wegen nach Berlin gekommen, die dort den Vorplatz der Gedächtniskirche bevölkerten. Kurz danach wurden sie Freaks...
Wenn es Sylt erst einmal Rungholt gleich getan hat, sind halt nicht nur die Gartennazis verschwunden, sondern mit ihnen auch Reinhad Mey und damit einer der letzten Sprachvirtuosen. Außer Max Goldt bleiben dann nicht mehr viele. Aber ich erkläre lieber epochal: Wir erleben das Ende der Aufklärung. Die Sprache wird seit ca. 100 Jahren durch die Macht der Bilder ersetzt.